«Zogä am Bogä» für Musikkorps und Chöre
Von dem beliebten Stück aus der Feder des Urner Komponisten Bärti Jütz war bislang lediglich die Melodie in Gesangsbüchern notiert. Nun erschliesst der Arrangeur Roman Blum die Polka als Partitur mit sämtlichen Stimmen – auch musikschultauglich.

«Zogä am Bogä, de Landammä tanzäd, wiä dr Tiifel dur Dieli dure g’schwanzet …» – Mit diesen frechen Zeilen und dem lüpfigen Rhythmus machte sich der Urner Komponist und Musikant Bärti Jütz (1900–1925) über das zu Beginn des 20. Jahrhunderts weitverbreitete Tanzverbot lustig. Erst vor gut zehn Jahren tauchte die Originalschrift von Zogä am Bogä im Urnerland auf. Auf kariertem Papier von Hand niedergeschrieben und signiert von Bärti Jütz.
Michel Truniger, der Leiter des Theaters Uri, erkannte das Potenzial des Stücks für grössere Ensembles. Zusammen mit dem Haus der Volksmusik Altdorf wurde der im Aargau geborene und in Root (LU) wohnhafte Klarinettist, Dirigent und Arrangeur Roman Blum mit der Ausarbeitung des Notenmaterials für einzelne Register und Stimmen betraut. Nun liegen Arrangements für Blaskapelle, Chor und fürs Marschbüchlein vor.
Das Notenmaterial ist auch für Ensembles an Musikschulen geeignet. «Die Publikation entspricht dem grundlegenden Anspruch des Hauses der Volksmusik, das heimische Volksmusikschaffen zu fördern und möglichst breiten Kreisen zugänglich zu machen», sagt Markus Brülisauer, Geschäftsführer des Hauses der Volksmusik Altdorf.
Kostenloser Download der Arrangements: hausdervolksmusik.ch/baertisjuetz
Musikalische Hommage an den Komponisten
Aus Anlass des 125. Geburts- und des 100. Todestags von Bärti Jütz rückt das Haus der Volksmusik Altdorf über das ganze Jahr hinweg Leben und Wirken des Urner Komponisten und Musikanten in den Fokus. Zusammen mit dem Theater Uri wird unter anderem am 17. Mai 2025 eine konzertante Hommage aufgeführt. Zur Veranstaltung