Solowerke aus dem 21. Jahrhundert
Die Edition Walhall hat drei Cello-Kompositionen eines sehr jungen Autors herausgebracht.

Der 2001 geborene Cellist Manuel Lipstein profiliert sich schon im jugendlichen Alter als Komponist. Die Edition Walhall hat drei seiner mit 17 Jahren geschriebenen Kompositionen für Violoncello solo in einem Sammelband veröffentlicht.
Doch die Erde bebt ist ein zweiteiliges Capriccio mit einer rhapsodischen Einleitung und einem virtuosen Abschlussteil. Der Komponist schreibt dazu: «Eine kahle Landschaft liegt ruhig vor mir – in Wahrheit aber bebt sie innerlich heftig, denn sie steckt voller Leben und Bewegung.» Guitarresco ist eine virtuose Pizzicato-Studie – eine Hommage an die Gitarre. In Vier Traumbilder stellt sich Lipstein «vier musikalische Gemälde vor, welche traum- und märchenhafte Fantasien einfangen».
Die drei Kompositionen sind dem Cello «auf den Leib geschrieben». Lipstein kombiniert klug konventionelle Spieltechniken mit zeitgenössischen Klangeffekten. Diese Solostücke bieten den Interpretierenden dankbare, effektvolle Aufgaben und werden beim Publikum ihre Wirkung nicht verfehlen. Auf Youtube sind sie in der Interpretation des Komponisten verfügbar:
Doch die Erde bebt!
Manuel Lipstein: Werke für Violoncello solo, EW 1140, € 16.50, Edition Walhall, Magdeburg